
Was wir wissen
Wer sich mit Videospielen auskennt, kennt „Death Stranding“ – oder zumindest den Namen Hideo Kojima. Kojima und der Künstler Yoji Shinkawa haben einige der kultigsten Videospiele aller Zeiten geschaffen. In seiner neuesten Zusammenarbeit kombiniert Hamilton dieses Erbe mit Yoji Shinkawas Kunst für Kojimas Fortsetzung des genreübergreifenden „Death Stranding“. Das Ergebnis ist anders als alles, was Hamilton bisher geschaffen hat.
Die Uhr basiert zwar (theoretisch) auf der Boulton, der leicht tonneauförmigen, rechteckigen Uhr, die Hamilton heute herstellt, doch sie ist in die ferne Zukunft versetzt. Die Uhr besitzt ein großes, schwarz PVD-beschichtetes Titangehäuse mit einem Durchmesser von 48 mm x 36 mm und einer Dicke von 13,7 mm. Das gewölbte, brückenförmige Frontelement ist mit sieben entspiegelten Saphirgläsern versehen. Das Armband ist ebenfalls aus schwarz beschichtetem Titan und verfügt über integrierte, schnell austauschbare Federstege.
Die gewölbten Bereiche verdecken das Zifferblatt leicht, doch der 12-Uhr-Index und der Sekundenzeiger sind leuchtend orange. Der Rest des Zifferblatts ist schwarz oder grau, mit grauen Zeigern und ohne Leuchtmasse. Im Inneren der Uhr arbeitet das automatische Hamilton H-10-Uhrwerk für Stunden und Minuten. Das bedeutet 80 Stunden Gangreserve und eine Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde.
Die Hamilton Boulton „Death Stranding 2“ ist auf 2.000 Exemplare zu je 1.495 US-Dollar limitiert. Obwohl sie diese Woche angekündigt wurde, erscheint sie erst am 26. Juni 2025, zeitgleich mit der Veröffentlichung von „Death Stranding 2: On the Beach“, in dem die Uhr im Spiel zu sehen ist.
Unsere Meinung
Wenn ich den Videospiel-Bezug der neuen Boulton „Death Stranding 2“ Limited Edition nicht näher erwähnt habe, liegt das daran, dass ich weder viel über das Originalspiel noch über die Zukunftsvisionen weiß. Hideo Kojima und Yoji Shinkawa sind jedoch die brillanten Köpfe hinter einer der besten Videospiel-Reihen aller Zeiten: Metal Gear. „Death Stranding“ war bei seiner Veröffentlichung 2019 ein Erfolg und bot Auftritte von Norman Reedus, Mads Mikkelsen, Léa Seydoux, Margaret Qualley und anderen.
Ich finde solche thematisch futuristischen Uhren sehr interessant – man muss sich vorstellen, wie eine Uhr aussehen würde, die Jahrzehnte oder Jahrhunderte der Entwicklung durchlaufen hat und gleichzeitig für einen modernen Kunden als „Uhr“ erkennbar ist. Das ist bei Hamilton nichts Neues. Man denke nur an die Uhren, die sie für „Dune“ (und natürlich auch für das Videospiel „Far Cry 6“) entworfen haben. Aber auch Modelle wie die PSR (ehemals Pulsar) waren ihrer Zeit so weit voraus, dass sie wohl einige Kunden zum Staunen brachten. Laut Hamilton war die Arbeit an dieser Uhr jedoch noch aufwändiger.
„Die Entwicklung und das Design der Uhr, die in ‚Death Stranding 2: On the Beach‘ erscheint, dauerte über zwei Jahre, parallel zur Produktion des Spiels“, sagt Yoji Shinkawa. „Wäre sie nur im Spiel zu sehen gewesen, hätten wir sie frei gestalten können. Wir haben jedoch viel Zeit in das Design investiert, um ein Produkt zu schaffen, das sowohl als Uhr funktioniert als auch die Atmosphäre des Spiels vermittelt. Nach zahlreichen Diskussionen und Versuchen mit den Designern von Hamilton konnten wir das Produkt fertigstellen.“
„Death Stranding“, geschaffen vom legendären Spieledesigner Hideo Kojima, erschien 2019 und entwickelte sich sofort zum Kultklassiker. Mit seiner komplexen Handlung, der eindringlichen Grafik und der einzigartigen Spielmechanik verwischte das Spiel die Grenzen zwischen filmischem Storytelling und interaktivem Erlebnis. Die Ästhetik des Spiels verbindet futuristische Technologie mit verfallener Natur und schafft so eine dystopische und zugleich hoffnungsvolle Zukunftsvision.
In dieser Welt sind Zeit und ihre Manipulation zentrale Themen. Das narrative Konzept des „Timefalls“ – Regen, der die Alterung beschleunigt – und der existenzielle Fokus auf Verbindungen zwischen Zeit und Raum machen die Zusammenarbeit mit einem Uhrmacher besonders poetisch.
Hamiltons Verbindung zum ursprünglichen „Death Stranding“ begann mit Sam Porter Bridges, dargestellt von Norman Reedus, der eine speziell entworfene Hamilton Khaki Field Uhr trug. Die Uhr war nicht nur ein Requisit, sondern integraler Bestandteil des Weltenbaus des Spiels und lieferte der Figur Echtzeit-Updates.
Designinspiration: Die Boulton für das digitale Zeitalter neu interpretiert
Für die Fortsetzung „Death Stranding 2: On the Beach“ wählte Hamilton das Boulton-Modell als Grundlage für seine limitierte Kooperation. Die Boulton, erstmals in den 1940er-Jahren vorgestellt, zählt zu den bekanntesten Uhren von Hamilton und zeichnet sich durch ihr rechteckiges Gehäuse und Art-déco-Einflüsse aus.
Die Wahl der Boulton spiegelt Kojimas Vorliebe für die Verbindung von Alt und Neu, Tradition und Zukunft wider. Die Vintage-Wurzeln der Boulton werden vor einem dystopischen Science-Fiction-Hintergrund präsentiert und symbolisieren die Beständigkeit menschengemachter Artefakte selbst in einer fragmentierten Zukunft.
Gehäuse und Materialien
Die „Death Stranding 2“ Boulton verfügt über ein Edelstahlgehäuse mit leicht gewölbtem Profil, das bequem am Handgelenk sitzt. Mit den Maßen 31,6 mm x 27 mm behält das Gehäuse die Vintage-Proportionen der ursprünglichen Boulton bei und sorgt dank moderner Veredelungstechniken für ein zeitgenössisches Ambiente.
Der Gehäuseboden ist mit dem „Death Stranding 2“-Logo und einer einzigartigen Seriennummer graviert, was die limitierte Auflage unterstreicht. Es werden nur 888 Exemplare produziert – eine Anspielung auf Kojimas Faszination für symbolische Numerologie.
Zifferblattdetails
Das Zifferblattdesign spiegelt den Einfluss der Spielästhetik wider. Mit seinem strukturierten, mattschwarzen Hintergrund wird das Zifferblatt von minimalistischen Indizes und skelettierten Dauphine-Zeigern akzentuiert, die beide mit dezenter Lumineszenz versehen sind.
Im Zentrum des Zifferblatts befindet sich ein geisterhaftes Bild der „Bridge Baby“-Kapsel – ein ikonisches Symbol des Spiels, das die Verbindung zwischen Leben und Tod darstellt. Das Bridge Baby ist dezent und nur aus bestimmten Blickwinkeln sichtbar, was das Spielthema der verborgenen Verbindungen unterstreicht.
Ein besonderes Merkmal ist das Sekunden-Hilfszifferblatt, das dem Odradek-Sensor des Spiels ähnelt, einem mehrbeinigen Gerät, mit dem der Protagonist unsichtbare Bedrohungen erkennt. Dies dient nicht nur einem funktionalen Zweck, sondern vertieft auch die narrative Verbindung zwischen der Uhr und dem Spiel.
Uhrwerk: Ein zuverlässiges Quarzwerk
Während Puristen vielleicht ein mechanisches Uhrwerk bevorzugt hätten, entschied sich Hamilton für ein hochpräzises Quarzwerk, um den technologischen Motiven von „Death Stranding 2“ gerecht zu werden. Das Quarzwerk sorgt für Genauigkeit, reduzierten Wartungsaufwand und eine Batterielaufzeit, die sich nahtlos in die futuristische Erzählung des Spiels um Präzision und Überleben einfügt.
Das Armband: Funktion trifft Fiktion
Die Uhr ist mit einem maßgeschneiderten schwarzen Kautschukarmband ausgestattet, das an die robuste, funktionale Ausrüstung von Sam Porter Bridges erinnert. Das Armband mit dem geprägten „BRIDGES“-Logo ist geschmeidig und dennoch strapazierfähig und bietet Komfort und Belastbarkeit.
Zusätzlich liegt jedem Modell ein spezielles NATO-Armband mit orangefarbenen Nähten bei – ein Farbmotiv, das häufig mit der visuellen Palette des Spiels in Verbindung gebracht wird und Überlebensausrüstung und Notsignale repräsentiert.
Verpackung und Präsentation
Die Liebe zum Detail spiegelt sich auch in der Verpackung wider. Jede limitierte Boulton-Edition wird in einer maßgeschneiderten Box geliefert, die von den Frachtcontainern im Spiel inspiriert ist und verwitterte Texturen und holografische Details aufweist. Im Inneren befindet sich ein von Hideo Kojima persönlich unterzeichnetes Echtheitszertifikat, das diese Zusammenarbeit zu einem wahren Sammlertraum macht.
Der Einfluss von Hideo Kojima und Gaming-Kooperationen
Kojimas Einfluss auf moderne Gaming-Erzählungen ist unübersehbar. Seine Spiele sind bekannt für ihre filmische Qualität, ihre philosophische Tiefe und ihre emotionale Komplexität. Durch die Zusammenarbeit mit Hamilton schlägt Kojima nicht nur eine Brücke zwischen Film und Gaming, sondern auch zwischen Gaming und Luxusgütern.
Diese Zusammenarbeit ist Teil eines breiteren Trends, bei dem Luxusuhrenmarken die Gaming-Community ansprechen. Da Spiele immer narrativer und immersiver werden, erkennen Luxusmarken das Potenzial, eine jüngere, technikaffine Zielgruppe anzusprechen. Hamiltons Partnerschaft mit „Death Stranding 2“ ist eines der authentischsten und kreativsten Beispiele für diesen Trend.
Marketingwirkung und Marktresonanz
Die erste Ankündigung der Boulton „Death Stranding 2“-Edition schlug sowohl in der Uhren- als auch in der Gaming-Community hohe Wellen. Vorbestellungen waren in mehreren Märkten innerhalb weniger Stunden ausverkauft, was die branchenübergreifende Attraktivität dieses einzigartigen Stücks widerspiegelt.
Für Uhrensammler stellt die Boulton eine seltene Verbindung aus Vintage-Design und futuristischer Erzählung dar. Für Gamer ist sie ein greifbares Stück einer geliebten digitalen Welt. Diese Dualität erweitert Hamiltons Reichweite erheblich und positioniert die Marke als führendes Unternehmen im Bereich popkultureller Uhrenkooperationen.
Die Zukunft der Uhren-Gaming-Kooperationen
Der Erfolg der Hamilton „Death Stranding 2“ Boulton eröffnet neue Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen zwischen Luxusuhrenherstellern und Spieleentwicklern. Da sich Gaming zu einem Medium entwickelt, das Film und Fernsehen Konkurrenz macht, wachsen die Möglichkeiten für sinnvolle Partnerschaften.
Marken wie TAG Heuer, Audemars Piguet und Casio haben bereits erste Erfahrungen mit Gaming-Kooperationen gesammelt. Hamiltons Boulton zeichnet sich jedoch durch die nahtlose Integration von Geschichte, Design und Funktion aus – und setzt damit neue Maßstäbe für die Leistungsfähigkeit solcher Kooperationen.
Die Hamilton Boulton „Death Stranding 2“ Limited Edition ist mehr als nur eine Uhr; sie ist ein narratives Artefakt. Sie verkörpert die zentralen Themen von Verbundenheit, Überleben und dem Lauf der Zeit in Hideo Kojimas Universum. Indem Hamilton ein klassisches Design durch die Linse einer dystopischen Zukunft neu interpretiert, hat Hamilton eine Uhr geschaffen, die sowohl bei traditionellen Sammlern als auch bei modernen Gamern großen Anklang findet.
Da die Grenzen zwischen digitaler und physischer Welt immer mehr verschwimmen, veranschaulichen Kooperationen wie diese, wie Geschichtenerzählen, Kunst und Handwerk zusammenwachsen können. Die Boulton „Death Stranding 2“ ist nicht nur eine Uhr; sie schlägt eine Brücke – zwischen Branchen, Epochen und Welten.
Die Grundlagen
Marke: Hamilton
Modell: American Classic Boulton Death Stranding 2 Limited Edition
Referenznummer: H13605130
Durchmesser: 48 mm x 36 mm
Dicke: 13,7 mm
Gehäusematerial: PVD-beschichtetes schwarzes Titangehäuse
Zifferblattfarbe: Schwarz
Indexe: Aufgesetzt und gedruckt
Leuchtmasse: Keine
Wasserdichtigkeit: 50 m
Armband: Titanarmband mit Doppelfaltschließe und Schnellwechsel-Federstegen – 21 mm Bandanstoßbreite
Hamilton Death Stranding 2: On the Beach
Das Uhrwerk
Kaliber: Hamilton H-10
Funktionen: Stunden, Minuten, Zentralsekunde
Durchmesser: 25,6 mm
Gangreserve: 80 Stunden
Aufzug: Automatisch
Frequenz: 21.600 Halbschwingungen/Stunde
Juwelen: 25
Chronometer-zertifiziert: Nein
Weitere Details: Antireflexbeschichtung der Kristalle
Preis & Verfügbarkeit
Preis: 1.495 $
Verfügbar ab: 26. Juni 2025
Limitierte Auflage: nur 2.000 Stück